Seit unserer letzten Mitgliederversammlung vor einem Jahr ist der Vorstand 3 mal zusammengetreten. Da das auch im vergangenen Jahr der Fall war, scheint es zur ständigen Einrichtung zu werden und auch ausreichend zu sein. Natürlich kommt der Vorstand nur zusammen, wenn es auch erforderlich ist, d.h., wenn Probleme oder Sachstände eingetreten sind oder sich angehäuft haben, die es zu klären bzw. über die es abzustimmen und zu entscheiden gilt. In Einzellfällen sprechen wir uns auch schon mal telefonisch ab.

In diesem Zusammenhang können wir mit Freude feststellen, das sich das Vereinsleben und die Entwicklung, d.h., die Verwirklichung der Ideen, die immer reichlich vorhanden sind, zügig fortsetzt.

Die Mitgliederzahl ist mit 51 fast konstant geblieben. Glücklicherweise hatten wir keine Abgänge, wohl aber seit dem 1. März einen Neuzugang zu verzeichnen, so dass der Vorstand nicht verhindern konnte, dass das Durchschnittsalter auf jetzt 59,6 Jahre angestiegen ist.

Das hat sich bereits auf unsere öffentliche Präsenz ausgewirkt. Es wird zunehmend schwieriger, Fahrer mit der erforderlichen Fahrerlaubnis für unsere Großfahrzeuge zur Verfügung zu haben. In einem Falle konnten wir nur mit 2 Großfahrzeugen ausrücken. Wie heißt es in unserer Satzung , §2, Absatz 1a, Zitat: “Für den Brandschutzgedanken zu werben, u. a. dadurch, alte Feuerwehrfahrzeuge und –Geräte zu erhalten und sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen“. Ende des Zitats. Das heißt, sich mit den Fahrzeugen in der Öffentlichkeit vorzustellen.

Unsere Hoffnung ruht da ganz auf die Jungpensionäre. Aber besser wäre es zweifellos, wenn wir für diese Aufgaben zusätzlich noch ein paar jüngere Mitglieder gewinnen könnten. Ich denke dabei nicht nur an die aktiven Berufsfeuerwehrleute sondern auch an die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr oder andere interessierte Oldtimerfreunde. Uns mangelt es nicht an now how zur Bedienung der Technik, dieses kann jeder bei uns erlernen. Sprecht bitte mal mit denen, die hier und heute nicht dabei sind.

Kommen wir nun zu der finanziellen Entwicklung. Ihr habt es vielleicht schon in den „Heißen Seiten“, am „Schwarzen Brett“ oder im Internet gelesen: Es geht uns nicht schlecht, wir sind sehr zufrieden. Die Mitgliederbeiträge reichen aus, um, mit Unterstützung der BF, das Nötigste zur Erhaltung der Fahrzeuge und Geräte durchzuführen.

Für weitergehende Wünsche brauchen wir mehr Geld. Hier haben uns in der Vergangenheit, und im letzten Jahr war es genau so, einige Sponsoren mehr oder weniger kräftig unter die Arme gegriffen. Die Einnahmen haben sich dadurch etwa verdoppelt. Das hat es uns ermöglicht, Rücklagen in einer Höhe von 1000,00 € zu schaffen und darüber hinaus die Berufsfeuerwehr mit einem Betrag von 1000,00 € zur Finanzierung der Lackierung des Kofferaufbaues des TLF’s zu unterstützen. Wir sehen diese finanzielle Beteiligung auch als Dank für die stetige und unkomplizierte Bereitschaft uns zu helfen, wenn’s mal eng wird.

Da sowohl Lackierungsarbeiten am LF 16 sowie Karosseriearbeiten an der DL für die nahe Zukunft anstehen, hoffen wir also erneut auf fleißige Spender.

Nach wie vor ist es so, dass die Sponsoren keinen Wert darauf legen, genannt zu werden.
Soviel soll jedoch gesagt werden: Es war wieder einer mit 500,00 € dabei. Aber auch Gemeinden zahlen einen Obolus für unsere Teilnahme z.B. an Feuerwehrjubiläen. Essen und Trinken war bisher immer frei.

Es soll jedoch auch nicht verschwiegen werden, dass es schon zweimal vorgekommen ist, dass bei der Beteiligung an Korsos, einige von uns kein Essen mehr erhalten haben, weil wir als letzte im Korso zu spät ankamen.

Neu für uns ist, und darüber hat der Vorstand entschieden, dass wir auf Wunsch und gegen Bezahlung den Käfer, unseren „Direktionswagen“ mit Fahrer für Hochzeiten zur Verfügung stellen. Der Vorstand entscheidet dabei im Einzelfall über den Umfang, sprich den Zeitaufwand, die Fahrstrecke, die Höhe des Entgeldes und ob das Fahrzeug überhaupt zur Verfügung gestellt wird. Eine Spendenbescheinigung können wie nicht ausstellen, da wir ja in dem Falle eine Leistung erbringen.

Anlässlich einer Hochzeitsfahrt von Schloss Glücksburg nach Wassersleben haben wir im vergangenen Jahr 150.00 € erhalten.

Wie aus dem Haushaltsplanentwurf 2007, über den wir noch abzustimmen haben, hervorgeht, haben wir die Möglichkeit, auch für die Lackierung der Mannschaftskabine des LF 16, einen Betrag in Höhe von 1000,00 € bereit zu stellen.

Kommen wir jetzt zum Tagesgeschäft.

Der Fahrkomfort in den großen Fahrzeugen lässt doch sehr zu wünschen übrig. Die Teilnehmer an längeren Touren können ein Lied davon singen. Ich habe es aus meiner aktiven Zeit gar nicht so in Erinnerung. Es ist auch nicht nur der Lärm der luftgekühlten Dieselmotoren, der den Mitfahrern zu schaffen macht, sondern auch der Sitzkomfort auf der Holzbank ( wie

früher die 3. Klasse bei der Reichsbahn ). Dank einer Idee von Georg Fischer und dem Angebot seiner Frau, Annedore Fischer, Bezüge zu nähen, wenn der Verein Schaumpolster beschafft, verfügen die Löschfahrzeuge
heute über Polstersitze, die wir auch auf unseren Holzbänken verwenden können. Ich will nicht unerwähnt lassen, dass Georg und Annedore den Stoff für die Bezüge unentgeltlich dazu gegeben haben.

- Das scheint mir an dieser Stelle einen Applaus wert. –

Bleiben wir noch einen Moment bei Georg. Für Georg ist das Domizil fast zum 2. Wohnsitz geworden. Er hat in vielen kleinen Schritten für Verbesserungen im Domizil gesorgt. Dazu gehört z. B. die Nasszelle mit Warm- und Kaltwasser, die demnächst auch noch um eine Sanitäreinrichtung erweitert wird.

Wir sind natürlich froh und dankbar, dass Georg nicht der einzige ist. Stellvertretend für die, die alle 14 Tage, bzw. alle 4 Wochen, im Domizil erscheinen und mit Hand anlegen, möchte ich heute 2 Mitglieder hervorheben, die, gelinde gesagt, etwas mehr machen, als man erwarten kann.

Dazu gehört Günter Friedrichsen. Der unruhige Geist, der immer wieder dazu anregt und anhält, die Ausstattung der Fahrzeuge zu verbessern, der seine guten Verbindungen zur BF nutzt und so auf dem kleinen Dienstwege viel für uns erreicht hat. Günter ist einfach der Motor der Samstagsaktivitäten.

Und wer ist der andere? Der andere ist Erwin Petersen. Es liegt sicher nicht nur daran, dass er in Weiche wohnt, dass er so oft im Domizil ist. Es ist wohl eher die Begeisterung für die Sache. Als Maschinist der DL gibt er sich besonders Mühe, dem Rost an diesem Fahrzeug keine Chance zu geben. Er und Georg Treffen sich oft in der Halle und unterstützen sich gegenseitig. Ich möchte darauf hinweisen, dass Erwin noch voll berufstätig ist.

Für das Engagement dieser Leute, hier vor versammelter Mannschaft, meinen ausdrücklichen Dank.
Die Beteiligung am Samstagstreffen indes ist eher unterschiedlich. Im Sommer mehr als im Winter, aber auch sonst sind es mal 5 und mal 15, die sich dort treffen und klönen, ein Bier trinken, manchmal auch ein „Drei – Gänge - Menü“ (Wurst, Brot und Senf) zu sich nehmen und nebenbei immer etwas zu süßeln haben.

An diese Kernmannschaft ebenfalls noch mal vielen Dank.

In der letzten Mitgliederversammlung hatte wir um Vorschläge für unser zu planendes Sommerfest gebeten. Es wurden auch insgesamt 5 Vorschläge
gemacht, realisiert wurde jedoch keiner davon. Wir fuhren statt dessen, und die meisten aus dieser Runde waren ja dabei, ins Museumsdorf Unewatt. Dort haben wir dann unsere Wagenburg aufgebaut, ausgiebig geschlemmert, und einen Rundgang durchs Museum gemacht. Das alles geschah noch bei strahlendem Sonnenschein, bevor wir dann bei gießendem Regen wieder in unser Domizil zurückkehrten, wo das Fest dann mit einer Grillparty beendet wurde.

Ich übertreibe sicher nicht, wenn ich sage, dass es ein toller Erfolg war. Erfreulich auch die hohe Beteiligung und das Engagement der Teilnehmer. Wir werden heute noch über das Sommerfest 2007 reden müssen. Vielleicht finden wir auch außerhalb des Vorstandes mal ein oder zwei Mann, die sich diese Aufgabe zutrauen. Seitens des Vorstandes hat sich bereits Rudi Borrmann bereit erklärt, diesen Ball aufzunehmen.

Am Schwarzen Brett und im Internet werden wir künftig die Abfahrts- und Rückkehrzeiten aufführen. Auch die Veranstaltungsart soll etwas präziser beschrieben werden. Vielleicht können wir damit den einen oder anderen noch zusätzlich hinter dem Ofen hervorlocken.

Am Ende wünsche ich allen eine ereignis- und erfolgreiche Saison 2007.

Herbert Erichsen

16.03.2007 | 3858 Aufrufe